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Bedeutung der Straßen und Wege in Marsberg, Ortsteil Westheim:

Bevor Westheim im Jahre 1975 der Stadt Marsberg zugeordnet wurde, gab es noch keine amtlichen Straßen- und Wegebezeichnungen. Es mußte darauf geachtet werden, damit in keinem Ort der Stadt Marsberg ein Namen zweimal vorkam. In Westheim gab es vor 1975 nur Hausnummern. Wenn ein Haus neu errichtet wurde bekam es die nächste Hausnummer.

 

Doch nun zu den Straßen- und Wegenamen:

"Kasseler Straße."

Die Kasseler Straße ist die Durchgangsstraße von Westheim. Sie wurde etwa 1840 erbaut. Damals hieß sie: "Provinzialstraße  von Hagen nach Beverungen". In Beverungen gab es eine Furt durch die Weser, und man konnte von da aus in den Norden von Deutschland gelangen. Später hieß sie Hauptstraße, bzw. Bundesstraße 7. Ab 1975 KasselerStraße.

 

 

"Alter Postweg."

Von der Kasselerstraße zweigt der Alter Postweg ab. Es ist eine "Sackgasse". An der Einmündung steht ein etwas größeres Mietshaus. Hier stand früher das "Kaiserliche Postamt". Ein wunderschönes Gebäude, welches leider abgebrochen wurde. Ein weiterer Abzweig ist die

 

"Belgradstraße."

Es ist eine Bogenstraße, welche wieder auf die Kasselerstraße mündet.

Der Sage nach hat der Name folgende Bedeutung: Am Ende der Straße gibt es "Am Steinbring" ein Denkmal. Es steht auf einer Erhöhung, einem Fels

(grad) welcher sich von Blankenrode bis in Richtung Korbach zieht.

(Siehe auch Westheimer Abbruch.org ) Vor vielen hundert Jahren hat man hier auf dem Grad einen heidnischen Gott mit dem Namen "Bel" verehrt.

Daher "Belgrad". Dann folgt von der Kasselerstraße der Abzweig zum

 

"Hoppenberg."

Am Hoppenberg hat man vor langen Jahren versucht Hopfen anzubauen, was sich wohl nicht lohnte. Heute zieht sich der Hopfen an Drähten hoch.

Damals hat man Stöcke benutzt um den Hopfen hochzuziehen. Der Bauer, welche die Stöcke anfertigte, hatte als Beinamen "Hoppenstock". Vom Hoppenberg geht die Straße

 

"Schöne Aussicht"

ab. Man hat von hier einen wunderbaren Ausblick über das Diemeltal, mit seinen Häusern.

 

Da die Siedlung oberhalb vom Hoppenberg in einer waldreichen Gegend gebaut wurde, hat man die  Wege nach Baumarten ernannt:

"Ahornweg", "Akazienweg"," Kastanienweg", "Buchenweg", "Lindenweg","Birkenweg" ,"Ulmenweg", "Eschenweg","Kiefernweg". Unterhalb vom Hoppenberg verläuft die

 

"Rosenstraße."

Von hier hat man einen schönen Blick auf den Dahlberg. Vom unterem Teil des Hoppenberges geht der Weg

 

"Im Dahle".

Benannt nach dem Dahlgraben. Am Abzweig der Strasse nach Oesdorf verläuft die Strasse

 

"Hoppenbeeke".

Die Hoppenbeeke (Hoppenbicke) ist ein kleiner Bach welcher unterhalb des Meierberges entspringt, unter der B7 und dem Bahndamm zum Dahlbach geführt wird. Bei starker Schneeschmelze und starken Regen kann er gewaltig anschwellen. Von der Hoppenbeeke zweigt noch die Straße

 

"Püllweg"

ab. Hier haben sich, ebenfalls wie an der Hoppenbeeke, mehrere Bauernhöfe angesiedelt.

 

Auf der anderen Seite der Kasselerstraße verläuft zunächst der Weg

 

"Am Wehr".

Das Block (Wehr) staut das Wasser der Diemel auf und leitet einen Teil in den Mühlengraben. Bevor der Mühlengraben aufgegeben wurde, floss das Wasser, nachdem es zwei Mühlen angetrieben hatte, wieder in die Diemel.

So entstand zwischen Diemel und Mühlengraben die Strasse

 

"Auf der Insel",

Ein Stück von Westheim, welches komplett von Wasser umgeben war. Die alte Mühle von Westheim stand damals an der heutigen Straße

 

"An der Mühle"

Gleich daneben verläuft der

 

"Steinweg"

neben dem Bahndamm. Am Oberlauf der Diemel hat man den Diemeldamm auf mehrere Meter angefüllt, damit kein Hochwasser den Ort überschwemmen konnte. Daher der Name

 

"Diemeldamm".

Von der Kasselerstraße geht eine Straße über die Diemelbrücke ins Waldecker Land, die

 

"Waldecker Straße"

Von der Waldecker Straße zweigt der Weg

 

"Im Winkel"

ab. Vor der Diemelbrücke fängt links die Straße

 

"An der Diemel"

an. Sie endet am östlichen Ausgang des Dorfes. Parallel dazu wurde die

 

"Franziskus Straße"

gebaut. Im Jahre 1966 wurde die Franziskus-Schule erbaut. 1975 erhielt die Straße ihren Namen. Die Straße

 

"Graf-Stolberg-Straße"

unterbricht die Franziskusstraße von der Diemel bis zum Bahndamm. Der Graf Stolberg verkaufte seine Wiesen an die Gemeinde Westheim und sie wurden weiter verkauft an willige Bauherren. Ebenso die

 

"Vitusstraße"

Dem Schutzpatron der Kirche geweiht. Von der Kasselerstraße bis zur Diemel verläuft die

 

"Industriestraße"

da sich mehrere Industrie-Firmen niedergelassen hatten. Parallel zum Bahndamm verläuft die Straße

 

"Dörpeder Mark"

Sie soll an den Ort erinnern, welcher vor Jahrhunderten untergegangen ist. Zum Schluß der

 

"Meierplatz"

Damals gab es noch eine "Gräflich zu Stolbergsche Gutsverwaltung". Es waren sehr viele Leute beschäftigt.  Die Milchwirtschaft wurde auch als Meierei bezeichnet. (Herstellung von Milchprodukten, Käse usw.) Die Franziskusstraße, die Graf Stolbergstraße, die Vitusstraße und der Meierpatz waren, vor der Bebauung, Hütewiesen für die Kühe (Meierei).

 

Wolfgang Becker

Ortsheimatpfleger

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